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Costa Calma

Ebenfalls Fuerteventura zugehörend ist der Ferienort Costa Calma mit seinen rund 4100 Einwohnern, der im südlichen Teil der Insel liegt. Man muss hier anmerken, dass dieser südliche Abschnitt oftmals als Halbinsel Jandia bezeichnet wird. Bereits seit den Siebziger Jahren ist dieser Ort gekennzeichnet von den typischen Merkmalen eines reinen Touristenortes. So findet man hier zahlreiche Hotelanlagen vor, die sich mit abwechslungsversprechenden Bars und Lokalen ergänzen und auch in kommerzieller Hinsicht keine Wünsche beim einkaufsfreudigen Reisenden entstehen lassen. Daher findet der Reisende hier eine Kulisse vor, die sich vorrangig der Modernen verschrieben hat und keinerlei Rücksicht auf die charakteristischen Merkmale der Kanaren genommen hat.

Ohne Zweifel konnte man einst diesen Ort als eine gelungene Komposition von künstlichen Parkanlagen und integrierten Bauwerken bezeichnen. Jedoch rücken vermehrt im Zeichen des zunehmenden Tourismus die einst unauffälligen Bauwerke vermehrt in den Hintergrund und werden von gigantischen Hotelbunkern ersetzt. Dies ist in so fern bedauerlicher, als das im Rahmen dieser Erweiterung die natürliche Kulisse vermehrt einer künstlichen Welt weicht, wobei man über deren objektiven Wert mutmaßen kann.

Allerdings findet man in dieser weitläufigen Anlage alle Annehmlichkeiten die man sich nur erdenken kann. Von Wellness bis zum animierten Freizeitvergnügen, von geführten Expeditionen ins Landesinnere bis zum fühlenden Abendprogramm- nahezu jeder Wunsch wird den Gästen hier von den Lippen abgelesen. Sehr empfehlenswert ist diese Anlage auch als Ausgangsoption für Ausflüge in das landesinnere oder in den angrenzenden Oasis Freizeitpark.

Natürlich stellt der Strand bei Costa Calma eine nicht abstreitbare Bereicherung dar, die man in dieser Form kein zweites Mal auf Fuerteventura findet. So dominiert hier die Playa Sotevento, die sich über eine gesamte Länge von 30 Kilometer erstreckt. Diese Areal erscheint geradezu als ideale Basis für einen erholenden Badeurlaub. Allerdings sind jahreszeitliche bedingt die frischen Winde von einer Stärke geprägt, die hohe Wellenformationen geradezu fördern. Daher bevorzugen auch viele Windsurfer dieses einmalige Territorium, in dem jedoch sicherlich jeder sein individuelles Plätzchen findet. Einen natürlichem Rahmen zu diesen endlos anmutenden Sandstränden bietet hingegen der angrenzende tropische Wald, der mit Pflanzen wie Palmengewächsen und satten Sukkulenten aufwartet.

Text von Claudia Schleicher