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Los Lobos

In der Meerenge des atlantischen Ozean liegt zwischen der Feuerberg Insel Lanzarote sowie Fuerteventura die kleine unbewohnte Insel Los Lobos, die jedoch zur letzt genannten zugehörig gezählt wird. Als Namengeber für diese kleine Insel standen die wundervollen Mönchsrobben Pate, wenngleich man bedauerlicherweise ergänzen muss, dass diese seit ihrer Namensgebung im 15. Jahrhundert heute bereits ausgerottet sind.

Die nur knapp 5 Quadratkilometer große Insel ist trotz ihrer minimalen Erscheinung eine besonders beliebte Ausflugsoffensive. So ergibt sich für jeden Reisenden aufgrund der mehrmaligen Überfahrt mit der Fähre die Möglichkeit, diese Insel innerhalb einer kurzen Wanderung zu erkunden. Im Interesse steht hier vorrangig eine Besichtigung des historischen Leuchtturms sowie der Salzgewinnungsanlage aus prähistorischer Zeit. Natürlich ist dieser kleine Fleck Erde besonders aufgrund seiner landschaftlichen Interpretation besonders beliebt. Denn Los Lobos besitzt nicht nur eine der herrlichsten Sandbuchten, sondern wartet allgegenwärtig mit kleinen Vulkanöfen auf, die man gerne bestaunt.

Mittelpunkt der einst vor 8000 Jahren entstanden Insel ist jedoch der Montana de Lobos, der rund 127 Meter Höhe misst. Entstanden aus reiner Vulkanaktivität wurde die Insel im Laufe der Zeit durch den steten Anstieg des Meeresspiegel mit der Zeit von der Hauptinsel Fuerteventura getrennt. Allerdings vernimmt man auf dieser Insel zunehmend das gleiche Flair wie an den nördlichen Dünenregionen von der benachbarten Hauptinsel.

So klein diese Insel aber auch anmutet, sie besitzt dennoch eine eigene kleine Geschichte. So versuchte Bethencourt nach seiner Eroberung Fuerteventuras im Jahre 1402 auch einige Male Los Lobos einzunehmen, was ihm aber erst nach dreijährigen Versuch gelang. Er verlor jedoch schnell das Interesse und so wurde die Insel erst im Jahre 1863 wieder besiedelt. Einige wenige einfache Leute ernannten diese Region zu ihrer Heimat und man vermutet, dass aus dieser Zeit auch der Leuchtturm sowie die alten Zisternenanlagen stammen.

Heute jedoch ist Insel unbewohnt, und man findet dort nur zwei Ausflugslokale sowie einige wenige Fischerhäuser. Allerdings sind auch diese nicht fortlaufend bewohnt, zumal das Areal unter Naturschutz steht.

Text von Claudia Schleicher